Universität Potsdam

Hochschulprofil

Denken und Sprache, Wahrnehmung und Gedächtnis – die Potsdamer Alma Mater hat der Erforschung der geistigen Leistungsfähigkeit eine besondere Stellung eingeräumt. Mit den Kognitionswissenschaften schuf sie einen international etablierten Forschungsschwerpunkt, in dem sich zahlreiche Disziplinen vernetzen. Querverbindungen bestehen beispielsweise zu den empirischen Bildungswissenschaften, in denen neue Methoden des Lehrens und Lernens entwickelt und in der Praxis erprobt werden. Hierzu gehört auch die Erforschung der inklusiven Schule, die die Heterogenität in einer Klasse als Normalfall versteht, verbunden mit der Hoffnung, dass auf diese Weise allen Kindern, unabhängig von ihren Voraussetzungen und ihren Lebenslagen, gleiche Chancen eröffnet werden. Mit fünf neuen Professuren in der Inklusionspädagogik können die Bedingungen für guten inklusiven Unterricht gründlich erforscht werden. Verknüpft mit der Kognitionsforschung sind auch die Gesundheitswissenschaften, die auf Prävention und Rehabilitation chronischer Erkrankungen ausgerichtet sind. Erkenntnisse aus Sportmedizin, Psychologie, Patholinguistik und Ernährungswissenschaften fließen hier mit ein.

Auch in den Naturwissenschaften hat sich die Universität Potsdam ein klares Profil gegeben: Die Geowissenschaften untersuchen vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen und des sich ändernden Klimas die Wechselwirkungen zwischen Erdinnerem, Erdoberfläche und den klimatischen und biologischen Abläufen in der Natur. Wie sich der globale Wandel auf die ökologischen Systeme, die Biodiversität und die natürlichen Ressourcen auswirkt, erkunden die funktionelle Ökologie und Evolutionsforschung. Mit dem Hasso-Plattner-Institut für SoftwaresysProfil Foto: Stache, Sören 4 temtechnik, einem privat finanzierten An-Institut, und dem Institut für Informatik und Computational Science verfügt die Universität darüber hinaus über eine international sichtbare Informatik, die sich auf die Entwicklung komplexer IT-Systeme und deren Einsatz in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft konzentriert

Die Geisteswissenschaftler der Universität Potsdam widmen sich der Vielfalt kultureller Begegnungsräume, dem Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft und Religion in einer globalisierten Welt. 

Auch in den Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften zeigt die Universität Konturenschärfe: So erforscht der Bereich Politik, Verwaltung und Management die Steuerung und Verwaltung in Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Mit den Max-Planck-Instituten für Molekulare Pflanzenphysiologie, für Kolloid- und Grenzflächenforschung sowie für Gravitationsphysik bestehen enge Kooperationen und gemeinsame Professuren. Auch arbeitet die Universität mit zwei bedeutenden Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft im Wissenschaftspark Golm zusammen, einem Forschungscampus, der weit über die Grenzen Deutschlands an Renommee gewinnt. Keine andere Region in Deutschland hat so eine hohe Wissenschaftlerdichte wie Potsdam.

Die Universität Potsdam ist eine lebendige Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden. Forschungsergebnisse fließen direkt in die Lehre ein und die rund 20.000 Studierenden erleben die wissenschaftliche Dynamik ihrer Fächer. Ein umfassendes Qualitätsmanagement sichert dies auf allen Ebenen, von den Bachelorprogrammen bis zur Graduiertenausbildung. Anlaufstelle für unsere Doktoranden und Postdoktoranden ist die Potsdam Graduate School. Und Potsdam Transfer, das Zentrum für Gründung und Innovation, Wissensund Technologietransfer, hilft dabei, Forschungsergebnisse in die Praxis zu überführen. 50 StartUp-Unternehmen, die allein im Jahr 2014 aus der Universität heraus gegründet wurden, zeigen, dass man in Potsdam nicht nur gut studieren kann, sondern auch gute Arbeits- und Karrieremöglichkeiten vorfindet.


Wo Wissen wächst

Srudierem mit Profil und Zukunft


Lehre an der Universität Potsdam ist stets einge ­ bunden in aktuelle Forschungen und wird von neu ­ esten wissenschaftlichen Erkenntnissen innerhalb und außerhalb der Universität vorangetrieben. Da ­ bei profitieren die Studierenden von der Vielzahl außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in der Stadt, die das Studium bereichern, den Dialog zwischen Theorie und Praxis fördern und Beschäftigungsmöglichkeiten nach dem Studium eröffnen.Jung, modern, zukunftsorientiert: Mit ihren erst 25 Jahren hat sich die Universität Potsdam einen heraus ­ ragenden Platz in der Hochschul - und Wissenschafts ­ landschaft Berlin -Brandenburg erarbeitet. Sie punktet mit einer besonderen Vielfalt an Studienmöglichkei ­ ten und einem ausgeprägten interdisziplinären Forschungsprofil. In zahlreichen Ein-Fach- und Kombinationsstudiengängen können die Studierenden ihre individuellen Begabungen und Neigungen entfalten. Einige Richtungen lassen sich in dieser Form aus ­ schließlich an der Universität Potsdam studieren: Die Jüdische Theologie gehört dazu, die Patholinguistik oder auch IT-Systems Engineering am angegliederten Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik. Zudem ist die Universität Potsdam die einzige lehrerbildende Einrichtung im Land Brandenburg.

Neben der fachwissenschaftlichen Ausbildung kön ­ nen die Studierenden bereits während des Studiums wichtige Schlüsselkompetenzen erwerben, die den Einstieg in den Beruf erleichtern. Der Career Service des Zentrums für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium, einzelne Institute und das Zentrum für Gründung, Innovation, Wissens - und Technologie ­ transfer, kurz Potsdam Transfer, helfen professionell beim Jobeinstieg oder einer Unternehmensgründung.

Die Anstrengungen der Universität für mehr „Ex ­ zellenz in der Lehre“ blieben nicht unbemerkt. Im gleichnamigen Wettbewerb des Stifterverbands für Foto: Fritze, Karla die Deutsche Wissenschaft und der Kultusministerkonferenz wurde ihr Konzept mit einem Ersten Preis ausgezeichnet. Diesen hohen Standard zu halten und auszubauen, fühlt sich die Universität verpflichtet.

Die Universität Potsdam hat deshalb ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem etabliert. Das Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium ist dabei ein zentraler Impulsgeber. Die Weiterentwick ­ lung der Lehre wird durch Information, Beratung und Begleitung von Lehrenden sowie mediengestütz ­ te, innovative Lehrformate vorangetrieben. Studie ­ rende und Alumni der Universität werden bei Be ­ rufsorientierung und Berufseinstieg unterstützt. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Qualitätsbe ­ wusstsein und die Verfestigung der dialogorientierten Qualitätskultur bilden ein zentrales Handlungsfeld. Die Universität setzt dabei vor allem auf das Feedback der Studierenden. Im gemeinsamen Dialog mit allen Mitgliedern der Universität wird Bestehendes evalu ­ iert und weiterentwickelt sowie Neues erdacht.

Die Bemühungen um die kontinuierliche Verbesse ­ rung von Lehre und Studium spiegeln sich auch da ­ rin wider, dass die Universität Potsdam als eine der ersten deutschen Hochschulen das Siegel der Sys ­ temakkreditierung erhalten hat. Das bedeutet, dass die hochschulinternen Verfahren der Qualitätssiche ­ rung eine externe Qualitätsprüfung im Rahmen von Programmakkreditierungen ersetzen.